
17 Ziele für nachhaltige Entwicklung – was bedeutet das?
Sind sie überhaupt zu realisieren?
Wer hat sie eigentlich so festgelegt? Und warum stehen sie auf der Agenda 2030?
Fragen über Fragen aber fangen wir vorne an:
Ziel Nr. 1:
Keine Armut mehr… was für ein schöner Ansatz
In den 1950er und 1960er Jahren riefen Organisationen wie Oxfam (gegründet 1942, Fokus Armutsbekämpfung ab den 1950ern), UNICEF (1946 gegründet; seit Jahrzehnten mit prominenter Unterstützung)und „Brot für die Welt“ (seit 1959) zur aktiven Unterstützung von Menschen in Not auf.
Ein wichtiger Moment war 1985 das Live-Aid-Konzert, bei dem Musiker weltweit zu Spenden für Afrika aufriefen.
Seit Jahren engagieren sich also die Menschen schon beim Kampf gegen die Armut. Sie gehört zu den Themen, für die weltweit am meisten gespendet wird. – Und doch scheint das Problem stetig zu wachsen.
Was Du dagegen tun kannst
- Finger weg von „fast Fashion“ , achte stattdessen wo deine Kleidung her kommt. Auf der Seite von cotton.de werden dir die verschiedenen Siegel erklärt. Diese Stoffe sind nicht nur besser für deine Haut und Gesundheit sondern auch für die Menschen, die Bio Baumwolle anbauen und die Landwirtschaft vor Ort, in dem auf Bodengesundheit geachtet wird. > hier gibt es nachhaltige Produkte
- Spende was du nicht mehr benötigst an caritative Einrichtungen, die diese Sachen direkt an Bedürftige weitergeben. In deiner Nähe wird es bestimmt ein solche Einrichtung geben. Wenn du mehr leisten möchtest kannst du dich sicherlich dort auch ehrenamtlich engagieren.
- Unterstütze Projekte wie just dig it, die mit der Renaturierung die Lebensgrundlage für die Menschen vor Ort schaffen.
Ziel Nr. 2
Warum ist dies als eigenständiges Ziel genannt? Wenn das erste Ziel erfolgreich umgesetzt wird, ist das 2. auch kein Thema mehr. Fällt die Armut weg, gibt es auch keinen Hunger mehr. Artikel 25 der Menschenrechte: Essen & Grundversorgung. Bei der Masse an Lebensmitteln, die täglich vernichtet werden, scheint es nicht möglich zu diese an Hungerleidende zu verteilen. Ein großes politisches Versagen in meinen Augen.
Ziel Nr. 3
Gesundheit und Wohlergehen, vor allem im Alter!
Auch das hängt vor allem von unserem Konsumverhalten ab! Wir verlieren den Bezug zur Natur und was sie alles für uns bietet. Wir ernähren uns nur noch von dem was wir aus dem Supermarkt bekommen und schlucken Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel mit denen Konzerne Millionen verdienen.
Aber was wir mittlerweile zu uns nehmen stammt aus Massentierhaltung oder Massenproduktion und ist geprägt von Grenzwerten für Antibiotika und Pestizide. Viele Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel haben mehr Nebenwirkungen als Nutzen und dienen hauptsächlich dazu Umsatz zu generieren. – Keine Frage, wer ernsthaft Erkrankt ist, benötigt selbstverständlich entsprechende Medikamente. Viele dieser Erkrankungen sind aber Ursachen unseres Lebenswandels.
Was du dagegen tun kannst
- Ernähre dich bewusst, vor allen regional und saisonal. Ersetze stark verarbeitete Lebensmittel durch frisches Obst, Gemüse und Fleisch aus ökologischer Landwirtschaft.
- Geh in die Natur, und schau was sie dir zu bieten hat. Du kannst Kräuter sammeln für Tees und Salben. Entsprechende Rezepte gibt es bald hier in diesem Blog!
- Bewirtschafte dein eigenes Gemüse- oder Kräuterbeet. Platz dafür findet sich, mit entsprechenden Tricks, auf dem kleinsten Raum. Mach dir bewusst, was es braucht, um gute Lebensmittel zu produzieren.
- Hör auf deinen Körper und schau, was dir gut tut! Nicht jeder ist gleich, Du wirst ein paar Dinge für dich ausprobieren müssen. Schau, was für dich am besten funktioniert. ACHTSAMKEIT ist ein wichtiger Faktor für dein Wohlbefinden. Ob Meditation, Yoga, Tai Qi oder Joggen, dein Körper wird es dir danken.
Ziel Nr. 4
Hochwertige Bildung, ja was soll man dazu sagen…
Es wäre vielleicht erstmal zu definieren, was mit hochwertig gemeint ist.
Grundsätzlich finde ich wichtig, das jedes Kind Basiswissen vermittelt bekommen sollte. Lesen, Schreiben und Rechnen sollte keinem Menschen vorbehalten sein. Die Möglichkeit auf Selbstständigkeit und ein selbstbestimmtes Leben hängt stark davon ab, egal wo man aufwächst.
Was du dafür tun kannst
Ob du Kinder hast oder nicht kannst du durch deine Stimme bei verschiedenen Petitionen viel bewirken.
Petitionen sind ein wirkungsvolles Mittel, um Öffentlichkeit herzustellen, politische Agenden zu beeinflussen und lokales Engagement zu stärken.
Ziel Nr. 5
Geschlechter Gleichheit – Die Frage ist, warum das nicht selbstverständlich ist!
Dieses Thema ist vielschichtig und es geht dabei nicht nur um die Stellung der Frau im Islam oder den Unterschied bei Gehältern. Um darüber zu diskutieren reicht ein Artikel gar nicht aus. Wir sollten vor Allem als erstes darüber Nachdenken, warum eine Gleichstellung nicht selbstverständlich ist, das hat meistens psychologische Hintergründe. Warum hat jemand das Bedürfnis andere zu unterdrücken oder seine Arbeit als weniger Wert einzustufen? Menschen sollten nach Ihren Taten und Ihrer Leistung bewertet werden und nicht nach Aussehen oder Geschlecht.
Was du dafür tun kannst
Achte auf dich selbst! Wer sich selbst so akzeptiert wie er ist, und zufrieden mit seinem Leben ist, der kann auch Andere so akzeptieren wie sie sind. Wir müssen verstehen, dass jeder selbst die Verantwortung für sein Leben trägt. Lerne wie Achtsamkeit und Selbstachtung dir gut tut und wie dich das glücklich machen kann. Löse dich von Dingen die dir nicht gut tun.
Ziel Nr. 6
Sauberes Wasser und Sanitär-Einrichtungen – wieder Artikel 25 der Menschenrechte zu Essen & Grundversorgung.
Was ist sauberes Wasser? Ab welcher Belastung von Chemikalien, Hormonen und Mikroplastik darf man es „sauber“ nennen? Ich habe mal die KI gefragt, damit sie mir die öffentlich zugänglichen Grenzwerte heraussucht.
Heraus kam folgendes:
Definition sauberes Wasser
- Als „sauber“ gilt Wasser, wenn es keine gesundheitsschädigenden Stoffe in einer Menge enthält, die eine Gefahr für den Menschen darstellen könnte.
- Die Qualität wird in Deutschland durch die Trinkwasserverordnung geregelt, die strikte Grenzwerte für verschiedene Schadstoffe, Schwermetalle, Schadorganismen und Keime vorschreibt.
Grenzwerte für Chemikalien und Schwermetalle
- Beispielhafte Grenzwerte (Deutschland, Stand 2025):
- Blei: 0,010 mg/l
- Kupfer: 2 mg/l
- Nickel: 0,02 mg/l
- Arsen: 0,01 mg/l
- Nitrat: 50 mg/l
- PFAS (ab 2026): 20 Stoffe in Summe max. 100 ng/l, die 4 gefährlichsten max. 20 ng/l ab 2028
- Für Krankheitserreger gilt: 0 E. coli/100 ml Trinkwasser.
Hormone im Wasser
- Für Hormone im Trinkwasser gibt es aktuell keine gesetzlichen Grenzwerte, da deren Gehalte in der Regel unterhalb analytisch nachweisbarer Konzentrationen liegen und als gesundheitlich unbedenklich eingestuft werden, doch werden sie fortlaufend überwacht.
Mikroplastik – Diese Info finde ich sehr bedenklich!!!
- Für Mikroplastik existiert aktuell in der EU und Deutschland noch kein gesetzlicher Grenzwert.
- Die Weltgesundheitsorganisation sieht laut aktuellem Forschungsstand keine gesundheitliche Gefahr bei den bisher gefundenen Konzentrationen, bemängelt aber die noch unzureichende Datenlage.
Was du dafür tun kannst
- Achte auf Mikroplastikfreie Duschgele und Shampoos
- Trage und „wasche“ Kleidung aus Naturmaterialien wie Biobaumwolle
- Benutze biologisch abbaubare Reinigungsmittel
- Beteilige dich an Reinigungsaktionen in deiner Nähe (Wald, Park oder Strand säubern)
- Hinterlasse die Natur Immer sauberer, als du sie vorgefunden hast.
Umweltfreundliche und nachhaltige Produkte findest du hier!
Ziel Nr. 7
Bezahlbare und saubere Energie – Hier gibt es regional ganz unterschiedliche Herausforderungen
Hier auf Mallorca lebe ich seit 2017 auf einer Finca, die nicht am öffentlichen Stromnetz angeschlossen ist. Ich beziehe meinen Strom allein aus meiner Photovoltaik-Anlage. Für den Notfall habe ich natürlich einen Generator, der aber dank der Wetterbedingungen hier, bisher nur ein bis 2 mal im Jahr benötigt wird. Hier werden immer mehr Photovoltaik-Anlagen aufgestellt und auf in Effizienz Wirkungsgrad gibt es stetig neue Fortschritte.
Aber je nördlicher man geht, desto mehr muss wann schlechte Wetterbedingungen durch Alternativen kompensieren. Aber was gibt es da noch neben Wind und Wasserkraft?
Neben Solarenergie, Windenergie und Wasserkraft zählen auch Geothermie und Bioenergie zu grüner Energie.
Geothermie
Geothermie nutzt die in der Erde gespeicherte Wärme, zum Beispiel durch Erdwärmepumpen oder geothermische Kraftwerke. Sie ist emissionsarm und kann sowohl zur Gebäudebeheizung als auch zur Stromerzeugung genutzt werden.
Bioenergie
Bioenergie wird aus Biomasse wie Holz, Pflanzenresten, landwirtschaftlichen Abfällen oder Biogas gewonnen. Sie umfasst auch Biokraftstoffe wie Biodiesel und Bioethanol und trägt zur Abfallreduzierung bei.
Weitere erneuerbare Technologien
- Meeresenergie: Dazu zählen Wellen-, Strömungs- und Osmosekraftwerke, die Energie aus Bewegungen und Unterschieden im Salzgehalt des Meerwassers gewinnen können.
- Algenenergie: Manche Ansätze wollen aus Algen Biomasse oder Biogase gewinnen und so nachhaltige Energie erzeugen.
Was du dafür tun kannst
- Jede Kilowattstunde die du sparst muss nicht produziert werden
- Achte bei deinem Stromanbieter darauf, wo der Strom her kommt
- Balkonkraftwerke und andere Alternativen können dazu beitragen einen Teil durch grünen Strom zu ersetzen. So machst du den ersten Schritt.
Ziel Nr. 8
Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum… – Warum ist das so kombiniert?
Bei dem ersten Punkt ist meine Frage wieder: Was ist unter menschenwürdige Arbeit zu verstehen. Viele Menschen werden in Ihrem Job einfach unter aller Würde behandelt und andere müssen Ihren Job unter unwürdigen Bedingungen erledigen. Beides ist lösbar, bleibt die Frage was unter diesem Punkt tatsächlich gemeint ist.
Wir sollten lernen, dass es kein unendliches Wirtschaftswachstum geben kann. Hier sollte man eher eine Balance anstreben. Alles ist endlich und begrenzt auch der Platz auf unserem Planeten. Warum denkt niemand darüber nach was es für eine Alternative zum Wirtschaftswachstum gibt.
Ziel Nr. 9
Industrie, Innovation und Infrastruktur… – Zählt für mich erstmal zu den Hauptverantwortlichen der Probleme die wir haben. Ein sollte es sein, diese so umzugestalten, dass sie die Umwelt nicht zerstören. Hier ist ein komplettes Umdenken notwendig, dass durch alle Schichten erfolgen muss, wenn die Politik dafür nicht bereit, ist als Beispiel voran zu gehen, wie soll jemand sich inspiriert fühlen diesen sehr mühsam wirkenden Weg zu beschreiten?
Ziel Nr. 10
Weniger Ungleichheiten… Soziale, wirtschaftliche und politische Ungleichheiten verringern.
– Das sollte die Politik doch voll in der Hand haben, warum ist dem nicht so?
Ein schwieriger Punkt
Ziel Nr. 11
Nachhaltige Städte und Gemeinden – dem steht meist nur die Politik im Weg.
Es gibt sie, die Bemühungen klimaneutrale Städte und Gemeinden zu erschaffen. Dabei wird großartiges geleistet.
Viele dieser Gemeinden setzen auf eine Mischung aus Energieeffizienz, erneuerbaren Energien, öffentlichen und privaten Initiativen und Bürgerbeteiligung, um Emissionen zu vermeiden und unvermeidbare Emissionen zu kompensieren. Aber vergessen wird der Faktor der Landwirtschaft.
Ziel Nr. 12
Nachhaltiger Konsum und Produktion – hier ist jeder von uns gefragt.
Allerdings ist das kein Ziel – sondern der Weg.
Verschiedene Öko-Label weisen uns den Weg. Sie sollten aber noch wesentlich zuverlässiger sein!
Was du dafür tun kannst.
Konsumiere bewusst und achte auf eine nachhaltige Produktion > einen Shop mit nachhaltigen Produkten findest du HIER
Ziel Nr. 13
Maßnahmen zum Klimaschutz – Sollen die Ziele 1 – 12 das nicht schon darstellen?
Ziele 14 und 15
Fasse ich jetzt mal zusammen: Leben im Wasser und an Land schützen und nachhaltig nutzen – ist ein Ziel für nachhaltige Entwicklung???
Sollte eine nachhaltige Entwicklung nicht das Leben im Wasser und an Land schützen?
Jetzt wird‘s irgendwie komisch. Wer hat diese Agenda erfunden, entwickelt und sich die einzelnen „Ziele“ so ausgedacht???
OK schauen wir uns noch die letzen beiden Ziele an:
Ziel Nr. 16
Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen – jetzt sind schon 3 in einem…
Sagen wir mal das Ziel wäre Frieden… Dann würde eine absolut sinnfreie Zerstörung von Lebensraum beendet werden, sowie die Kontamination der Natur mit gefährlichen und radioaktiven Stoffen. Es würde eine massenhafte Verschwendung von Ressourcen beendet werden und Gier, Neid sowie das Streben nach immer mehr Macht würden aus der Politik verschwinden. Die Politik könnte wieder dem Volk dienen. Menschen müssten nicht Ihre Mitmenschen töten und könnten sogar von einander lernen.
– Und Niemand würde so unglaublich viel Geld daran verdienen…
Ziel Nr. 17
Partnerschaften zur Erreichung der Ziele… Aha das Ziel ist eine Partnerschaft zum erreichen des Ziels
Klingt so als hätte man noch Buchstaben verwenden müssen um irgendwie noch leeren Platz zu füllen.
Und was ist die Prognose?
Keines der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) wird weltweit bis 2030 vollständig erreicht werden. Laut dem aktuellen Sustainable Development Report 2025 gibt es bei nur etwa 17 Prozent der Zielvorgaben spürbare Fortschritte, und selbst diese Fortschritte reichen in der Regel nicht aus, das Ziel komplett zu erfüllen. Besonders Verbesserungen gibt es bei:
- Infrastruktur (SDG 9)
- Zugang zu bezahlbarer und sauberer Energie (SDG 7)
- Gesundheit und Wohlbefinden (SDG 3)
- Digitalisierung und Bildung (vor allem Grundbildung, SDG 4).
Bereiche mit größten Rückschritten
- Keine Armut (SDG 1) und Kein Hunger (SDG 2): Weiterhin hohe Armut und Hunger; Verschlechterung in vielen Teilen der Welt.
- Schutz der Biodiversität an Land (SDG 15): Massiver Verlust an Artenvielfalt.
- Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (SDG 16): Rückschritte bei Pressefreiheit und Korruptionsbekämpfung.
- Maßnahmen zum Klimaschutz (SDG 13): Die Klimakrise schreitet voran, Ziele sind in weiter Ferne.
Fazit:
Lass dich von solchen unzureichenden politischen Maßnahmen nicht täuschen. Sie vermitteln nur den Eindruck von Aktivität, während in Wahrheit kaum ernsthafte Veränderungen angestoßen werden. Zu stark sind die Einflüsse der Lobby, zu gering die Bereitschaft, den mühsamen Weg konsequent zu gehen. Solange eine „nach mir die Sintflut“-Haltung dominiert, bleibt echte Verantwortung für kommende Generationen auf der Strecke. Umso wichtiger ist es, dass wir selbst handeln und zeigen, dass Veränderung nicht nur möglich, sondern dringend notwendig ist.
Keep your footprint Small !
Nina
